GFW Dach

GFW-Dach mbH 040: Modul 5 Premiumseminar Projektleiter/in im DDH: Sicheres Gefahrenmanagement auf Dachbaustellen

Der erfolgreiche Arbeitsschutz auf Baustellen erfordert von dem verantwortlichen Projektleiter ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit. Auf jeder Baustelle lauern vielfältige Gefahren, die Leben und Gesundheit der eingesetzten Mitarbeiter bedrohen. Ein Arbeitsunfall, der eine schwere körperliche Beeinträchtigung oder sogar den Tod eines Mitarbeiters zur Folge hat, belastet in vielerlei Hinsicht den Dachdeckerbetrieb und ggfs. auch persönlich den mit dem Arbeitsschutz beauftragten Projektleiter. Eine grobe Fahrlässigkeit kann in diesem Zusammenhang u.U. zu hohen Schadenersatzansprüchen des Geschädigten oder sogar zu Rechtsfolgen und Verurteilungen führen. Aufgrund der Bestimmungen der geltenden Arbeitsschutzgesetze und der Unfallverhütungsvorschriften sind unabhängig von der Baustellengröße zunächst die Gefährdungen und physischen Belastungen der Mitarbeiter projektbezogen zu ermitteln, zu werten und in einer Gefährdungsbeurteilung zu erfassen. In dieser Gefährdungsbeurteilung sind dann auch die erforderlichen Schutzmaßnahmen detailliert aufzuführen. Insofern erstellt der Projektleiter ein "Sicherheitskonzept" für seine Baustelle. Jedoch reicht eine einmalige Planung des Arbeitsschutzes nicht aus. Bei jedem seiner Baustellenbesichtigungen muss der Projektleiter stets stringent auf die Einhaltung seines "Sicherheitskonzeptes" achten, denn oft setzen Mitarbeiter trotz mehrfacher Ansprache die geplanten Sicherheitsmaßnahmen aus Bequemlichkeit oder Gewohnheit nicht um.

Bei größeren Baustellen erhält der Projektleiter Hilfe durch einen vom Bauherren separat beauftragten Sicherheits- und Gefahrenkoordinator. Dieser übernimmt dann einen Großteil der Planungen des Arbeitsschutzes und erstellt einen Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan (SiGePlan). Bei regelmäßigen Ortsterminen überprüft auch der speziell ausgebildete "SiGeKo" die Baustellen und überwacht sehr genau die Einhaltung seines "SiGePlans".

Weil dem Arbeitsschutz auf Baustellen eine sehr große Bedeutung zugemessen wird und Leben und Gesundheit von Menschen besonders zu schützen sind, werden Bau- vorhaben noch zusätzlich durch die Arbeitsschutzämter z.B. der Bezirksregierungen und durch die technischen Aufsichtspersonen der Berufsgenossenschaften begleitet und überwacht.

Die gesamte Planung des Bauvorhabens durch den Projektleiter kann ins Wanken geraten, wenn eine Baustelle aufgrund eines Arbeitsunfalls oder festgestellter, gravierender Mängel mehrtägig stillgelegt wird. Die Folgekosten einer berechtigten Baustellenstillegung müssen dann in den meisten Fällen vom Auftragnehmer selbst übernommen werden und haben insofern erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeitsberechnung des Bauvorhabens.

Inhalte

  • Überwachungspflichten des Bauherren, des Auftragnehmers (Arbeitgebers)
  • Pflichten, Rechte und Verantwortung des Projektleiters
  • Bewerten von Gefährdungen anhand praktischer Fallbeispiele
  • Erfassen von Gefährdungen und Schutzmaßnahmen in Gefährdungsbeurteilungen
  • Stellung und Aufgaben des Sicherheits- und Gefahrenkoordinators
    • Der Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan (SiGePlan)
  • Arbeitsschutzbehörden
    • Arbeitsschutzämter der Bezirksregierungen, Berufsgenossenschaften
    • Erforderliche Sachkundenachweis von Mitarbeitern
  • Verhalten bei Arbeitsunfällen
  • Dokumentationen
Zielgruppe Junge Unternehmer/-innen, Jungmeister/-innen und Führungskräfte mit meistergleichen Fähigkeiten
Referent Arnd-Paul Lange, BG-Bau, Wuppertal
Teilnahmegebühr 425,00 EUR zzgl. 19% MwSt.
Termin 24.11. - 25.11.2017
  1. Tag: von 09.00 bis 16.30 Uhr
  2. Tag: von 08.30 bis 14.30 Uhr