GFW Dach

GFW-Dach mbH 029: Schadensdiagnostik im Dachdeckerhandwerk - Messtechnik und Datenermittlung in der Bauphysik

Von folgenreichen Bauschäden ist eine Vielzahl von Bauwerkteilen betroffen. Sowohl im Neubaubereich als auch bei der Modernisierung von Gebäuden im Bestand können sich schon kleinste Anwendungsfehler und Mängel aufgrund von Unachtsamkeiten gravierend auf die Funktionsfähigkeit des Bauteils oder die Bauwerkshygiene auswirken. Überdurchschnittliche Wärmeverluste, Schimmelpilzbildung, Feuchteschäden oder Zugerscheinungen in Innenräumen sind häufig festgestellte Folgeschäden. Aber auch der Immobilienbesitzer trägt manchmal mit seinem falschen Nutzerverhalten zum Versagen der Raumhygiene bei.

Aufgrund der großen Komplexität von bauphysikalischen Schäden wird es bei einer Begutachtung durch einen Sachverständigen oder bei einer erforderlichen Sanierungsplanung von schadhaften Bauteilen zunehmend schwieriger, die Schadensursachen eindeutig zu ermitteln. Nur anerkannte Messverfahren, deren fachkundige Anwendung und Bewertung eine strukturierte Dokumentation liefern, sind unstrittige, objektbezogene Daten für die Bauwerksdiagnostik.

Im Seminar "Schadensdiagnostik im Dachdeckerhandwerk" erläutert der Referent und Sachverständige Michael Zimmermann praxisnah und anschaulich die Einsatzmöglichkeiten der verschiedenen Messtechniken. Für die Erstellung eines erfolgreichen Sanierungskataloges wird die zielführende Analyse der ermittelten Bauwerksdaten anhand von Schadensfällen in der Praxis dargestellt.

Inhalte

  • Schadensfälle aus der Praxis anhand von Baustellendokumentationen
  • Luftdichtheitsmessungen mit dem Blower-Door-Verfahren
    • Differenzdruckmessung nach Norm
    • Leckage-Überprüfung zur Qualitätssicherung
    • Gebäudevorbereitung und Ermittlung der Gebäudedaten
    • Verschiedene Methoden der Leckage-Ortung
    • Thermoanemometer, Nebelmaschine und Rauchstift
    • Interpretation der Messergebnisse
  • Oberflächenfeuchtigkeit
    • zerstörend oder zerstörungsfrei
    • Bohrlochmessung
    • elektrische Widerstandsmessung
    • Dielektrizitätverfahren
    • Mikrowellenverfahrung
  • Luftfeuchtigkeit
    • stationär
    • instationär
  • Oberflächentemperaturen
    • Kontaktthermometer
    • Infrarotthermometer
  • Thermografie der Oberflächentemperaturen bei Innen- und Außenbauteilen
    • Voraussetzungen für Wärmebildaufnahmen
    • Kameraeinstellungen
    • Wärmebilder interpretieren
  • Schimmelpilze in Konstruktionen und auf Oberflächen
    • Festlegung der Untersuchungsstrategie
    • verschiedene Luftuntersuchungen (Luftkeim- und Partikelmessung)
    • Oberflächenbeprobungen (Abklatsch-, Klebefilmproben)
    • Materialproben
    • Sanierungsmaßnahmen
  • Dokumentationen, Stellungnahmen, Gutachten
  • Fragen zu aktuellen Baumaßnahmen / Schadensfällen
Zielgruppe Sachverständige im Dachdeckerhandwerk, Sachverständigenanwärter, Unternehmer, Führungskräfte und leitende Mitarbeiter eines Dachdecker- oder Zimmereiunternehmens
Referent Dachdeckermeister und öffentlich bestellter Sachverständiger für das Dachdeckerhandwerk, EU-zertifizierter Sachverständiger für Schimmelpilzschäden, Michael Zimmermann, Ockenheim
Teilnahmegebühr 255,00 EUR zzgl. 19% MwSt.
Arbeitsmittel Schreibzeug
Termin 25.04.2017

von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Seminar

Anmeldung Seminar 029

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